Landtag Düsseldorf

 

23.12.2025

email@landtag.nrw.de

Jeden dritten Tag ein Schulbesuch: Das Landtagsjahr 2025 in Zahlen

Weit mehr als 100.000 Menschen haben in diesem Jahr den Landtag besucht oder das Parlament bei Formaten wie „Landtag Lokal“ oder „Landtag macht Schule“ kennengelernt. Vor Ort in Düsseldorf haben insgesamt 53.000 Besucherinnen und Besucher an Führungen und offenen Sonntagen teilgenommen, sich mit Abgeordneten ausgetauscht oder eine Plenarsitzung verfolgt. Zu Veranstaltungen wie der Parlamentsnacht, der Nacht der Museen, dem Weltkindertag oder zum Tag der offenen Tür besuchten rund 31.000 Menschen das Parlament. 

Besonders häufig war der Landtag 2025 zu Gast an Schulen in Nordrhein-Westfalen. Der Präsident des Landtags, André Kuper, und seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter haben mit „Landtag macht Schule“ insgesamt 60 Schulen besucht und so knapp 23.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Somit war der Landtag an jedem dritten Schultag des Jahres an einer der Schulen im Land präsent.

André Kuper betont: „Demokratie braucht Begegnung. Gerade für junge Menschen ist der direkte Kontakt mit dem Parlament wichtig, um Demokratie zu erleben und zu verstehen, wie politische Entscheidungen entstehen und warum Mitwirkung zählt. Ob im Landtag oder an den Schulen vor Ort: Diese Gespräche stärken das Interesse an Demokratie und fördern Vertrauen in unsere parlamentarischen Strukturen.“

Plenum

In diesem Jahr sind die Abgeordneten zu 29 Plenarsitzungen zusammengekommen (Vorjahr: 32). Sie arbeiteten dabei 465 Tagesordnungspunkte ab (Vergleich 2024: 511). 23 davon waren Aktuelle Stunden. (Vergleich 2024: 27 Aktuelle Stunden). In diesem Jahr wurden 48 Gesetzentwürfe eingebracht und 40 Gesetze beschlossen. Insgesamt gab es 2025 acht namentliche Abstimmungen – zum ersten Mal in diesem Jahr elektronisch.

Anfragen

Ein erheblicher Zuwachs ist bei den kleinen Anfragen der Mitglieder des Landtags an die Landesregierung zu verzeichnen: In diesem Jahr stellten die Abgeordneten 1.935 Kleine Anfragen (Vergleich 2024: 1.749), 14 Mündliche Anfragen (Vergleich 2024: 26) und sieben Große Anfragen (Vergleich 2024: 11). Insgesamt gab das Parlament 4.736 Drucksachen heraus (Vergleich 2024: 4.740).

Ausschüsse

Im Jahr 2025 gab es 353 Ausschusssitzungen (Vergleich 2024: 396 Ausschusssitzungen). In 160 dieser Sitzungen brachten Sachverständige bei Anhörungen ihre Expertise ein. (Vergleich 2024: 183 Anhörungen). Die Enquetekommissionen hatten 54 Sitzungen (Vergleich 2024: 41).

André Kuper: „Parlamentarische Demokratie lebt von Dialog, Transparenz und Kontrolle. Die Vielzahl an Plenarberatungen, Ausschusssitzungen und Anfragen im Jahr 2025 zeigt, mit welchem Engagement die Abgeordneten die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger aufgreifen und politisch bearbeiten. Der Landtag ist der zentrale Ort der demokratischen Willensbildung in Nordrhein-Westfalen.“

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

22.12.2025

email@landtag.nrw.de

Weihnachtsfest und Jahreswechsel – Präsident André Kuper: „Unsere Stärke ist der Zusammenhalt“

Zum Weihnachtsfest richtet der Präsident des Landtags, André Kuper, einen persönlichen Gruß an die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen und wünscht friedvolle Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2026. In einer Zeit globaler Krisen und anhaltender Konflikte betont er die Bedeutung von Zusammenhalt, Dankbarkeit und Verantwortung füreinander.

 „Zum Weihnachtsfest und zu den Tagen rund um den Jahreswechsel sind wir uns selbst und unseren Mitmenschen bewusster, als uns das im Alltag dieser schnelllebigen Zeit oft möglich ist. Es ist die Zeit, die wir mit Menschen verbringen, die uns wichtig sind. Es ist auch die Zeit, die uns dankbar an all jene denken lässt, die nicht mehr bei uns sind, und die doch immer feste Plätze in unseren Herzen haben. Und es ist die Zeit, die erfüllt ist mit der Hoffnung, dass der Wunsch nach Frieden in der Welt – im Wissen um die fortdauernden Kriege und Krisen dieser Zeit – Wirklichkeit werden möge.

Jetzt, wo unsere Welt so unruhig erscheint, liegt unsere Stärke im Zusammenhalt und in all dem, was wir persönlich zum Zusammenleben in unserer Demokratie beitragen.

Mit Dankbarkeit für das, was Sie alle an vielen Stellen für unser Land zu leisten bereit waren und sind, wünsche Ihnen und den Menschen, die Ihnen anvertraut sind, ein friedvolles und hoffnungsfrohes Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für das Jahr 2026.“

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

23.12.2025

email@landtag.nrw.de

Jeden dritten Tag ein Schulbesuch: Das Landtagsjahr 2025 in Zahlen

Weit mehr als 100.000 Menschen haben in diesem Jahr den Landtag besucht oder das Parlament bei Formaten wie „Landtag Lokal“ oder „Landtag macht Schule“ kennengelernt. Vor Ort in Düsseldorf haben insgesamt 53.000 Besucherinnen und Besucher an Führungen und offenen Sonntagen teilgenommen, sich mit Abgeordneten ausgetauscht oder eine Plenarsitzung verfolgt. Zu Veranstaltungen wie der Parlamentsnacht, der Nacht der Museen, dem Weltkindertag oder zum Tag der offenen Tür besuchten rund 31.000 Menschen das Parlament.

Besonders häufig war der Landtag 2025 zu Gast an Schulen in Nordrhein-Westfalen. Der Präsident des Landtags, André Kuper, und seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter haben mit „Landtag macht Schule“ insgesamt 60 Schulen besucht und so knapp 23.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Somit war der Landtag an jedem dritten Schultag des Jahres an einer der Schulen im Land präsent.

André Kuper betont: „Demokratie braucht Begegnung. Gerade für junge Menschen ist der direkte Kontakt mit dem Parlament wichtig, um Demokratie zu erleben und zu verstehen, wie politische Entscheidungen entstehen und warum Mitwirkung zählt. Ob im Landtag oder an den Schulen vor Ort: Diese Gespräche stärken das Interesse an Demokratie und fördern Vertrauen in unsere parlamentarischen Strukturen.“

Plenum

In diesem Jahr sind die Abgeordneten zu 29 Plenarsitzungen zusammengekommen (Vorjahr: 32). Sie arbeiteten dabei 465 Tagesordnungspunkte ab (Vergleich 2024: 511). 23 davon waren Aktuelle Stunden. (Vergleich 2024: 27 Aktuelle Stunden). In diesem Jahr wurden 48 Gesetzentwürfe eingebracht und 40 Gesetze beschlossen. Insgesamt gab es 2025 acht namentliche Abstimmungen – zum ersten Mal in diesem Jahr elektronisch.

Anfragen

Ein erheblicher Zuwachs ist bei den kleinen Anfragen der Mitglieder des Landtags an die Landesregierung zu verzeichnen: In diesem Jahr stellten die Abgeordneten 1.935 Kleine Anfragen (Vergleich 2024: 1.749), 14 Mündliche Anfragen (Vergleich 2024: 26) und sieben Große Anfragen (Vergleich 2024: 11). Insgesamt gab das Parlament 4.736 Drucksachen heraus (Vergleich 2024: 4.740).

Ausschüsse

Im Jahr 2025 gab es 353 Ausschusssitzungen (Vergleich 2024: 396 Ausschusssitzungen). In 160 dieser Sitzungen brachten Sachverständige bei Anhörungen ihre Expertise ein. (Vergleich 2024: 183 Anhörungen). Die Enquetekommissionen hatten 54 Sitzungen (Vergleich 2024: 41).

André Kuper: „Parlamentarische Demokratie lebt von Dialog, Transparenz und Kontrolle. Die Vielzahl an Plenarberatungen, Ausschusssitzungen und Anfragen im Jahr 2025 zeigt, mit welchem Engagement die Abgeordneten die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger aufgreifen und politisch bearbeiten. Der Landtag ist der zentrale Ort der demokratischen Willensbildung in Nordrhein-Westfalen.“

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

18.12.2025 

email@landtag.nrw.de

 Mehr als 6.000 Petitionen: Petitionsausschuss legt Jahresbilanz 2025 vor

Der Petitionsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2025 mehr als 5.200 neue Eingaben erhalten und insgesamt mehr als 6.000 Petitionen geprüft, beraten und abgeschlossen. Den Tätigkeitsbericht des Petitionsausschusses stellte Thomas Schnelle, Stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses, heute im Plenum vor.

Er sagte: „Petitionen zeigen konkret, wo Menschen an Grenzen stoßen. Egal ob bei Behörden, in komplexen Verfahren oder in schwierigen persönlichen Lebenslagen. Viele wenden sich erst dann an den Landtag, wenn sie das Gefühl haben, mit ihrem Anliegen nicht mehr weiterzukommen. Wir nehmen jede Eingabe ernst, prüfen sie sorgfältig und sorgen dafür, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger gehört und transparent behandelt werden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Bürgernähe des Parlaments und stärken das Vertrauen in demokratische Entscheidungsprozesse. Besonders in Zeiten, in denen Demokratie in Frage gestellt wird, zeigt das stabile Petitionsaufkommen, dass die Bürgerinnen und Bürger weiterhin Vertrauen in die parlamentarischen Verfahren haben und ihre Anliegen aktiv an den Landtag herantragen.“

Der Bericht zeigt einen Schwerpunkt der Ausschussarbeit im Bereich Bauen, Wohnen, Verkehr und Umwelt – mit rund 30 Prozent der Petitionen. Das Ausländerrecht machte rund 13 Prozent aus. Viele Eingaben im sozialen Bereich betrafen existenzielle Themen wie die Grundsicherung oder die Erwerbsminderung.

Ein Fall aus dem Berichtsjahr verdeutlicht die praktische Wirkung der Ausschussarbeit: Eine junge Auszubildende wurde von der zuständigen Behörde als Fahrerin eines Fahrzeugs geführt, das einen Rotlichtverstoß begangen haben soll. Zum angegebenen Zeitpunkt befand sie sich aber nachweislich an ihrem Ausbildungsplatz. Trotz entsprechender Nachweise wurde ein Bußgeldbescheid erlassen, der neben einer Geldstraße auch ein Fahrverbot beinhaltete. Nachdem sich der Petitionsausschuss eingeschaltet hatte, prüfte die Behörde den Vorgang erneut, stellte das Verfahren ein und erstattete der Betroffenen die entstandenen Kosten.

Der Petitionsausschuss ist der „Kummerkasten“ des Landtags: Jede Person kann – unabhängig von Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder Alter – eine Petition einreichen, wenn sie sich von einer Behörde ungerecht behandelt fühlt. Petitionen können schriftlich per Brief, Fax oder E-Mail eingereicht werden.

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

18.12.2025

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Beteiligung aus der Mitte der Gesellschaft: Landtag Nordrhein-Westfalen setzt Bürgerrat zum Thema Generationsübergreifende Daseinsvorsorge ein

Die Abgeordneten des Landtags Nordrhein-Westfalen haben in der heutigen Plenarsitzung die Einsetzung eines Bürgerrats zum Thema Generationsübergreifende Daseinsvorsorge beschlossen. 80 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen werden in dem Gremium darüber diskutieren, wie der Einsatz von KI ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter unterstützen kann. Am Ende geben sie eine Beschlussempfehlung an den Landtag. Der Bürgerrat soll die Beteiligung aus der Mitte der Gesellschaft fördern und ist der erste dieser Art beim Landtag.

„Der Landtag Nordrhein-Westfalen steht für demokratische Repräsentation, Bürgernähe und parlamentarische Entscheidungsfindung. Der Bürgerrat ergänzt unsere bewährten Wege der Beteiligung. Die zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger leisten einen Beitrag zum politischen Dialog auf Landesebene“, sagte André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen.

Der Bürgerrat wird nach dem Zufallsprinzip besetzt werden. Alter, Geschlecht, Bildungsstand und regionale Herkunft der 80 Mitglieder sollen trotzdem möglichst ausgewogen sein. Einzige Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Die Auswahl findet Anfang des kommenden Jahres statt. Die erste Sitzung ist für April 2026 geplant.

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

18.12.2025

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Friedenslicht im Landtag: Eine Botschaft der Hoffnung

Von der Geburtsstätte Jesu in die ganze Welt: Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben das Friedenslicht in den Landtag gebracht. Ab sofort leuchtet es gut sichtbar im Eingangsbereich des Parlaments und erinnert die Besucherinnen und Besucher an den gemeinsamen Wunsch nach Frieden.

„Das Friedenslicht stammt aus einer Region, in der viele Menschen unter Gewalt und Unrecht leiden. Wir haben in Israel und den Palästinensischen Gebieten viel Leid gesehen und es fällt uns schwer, die Widersprüche auszuhalten. Dennoch trägt das Friedenslicht eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung in die Welt:  Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir nicht nachlassen dürfen, für Dialog, Menschlichkeit und Frieden einzutreten“, betonte André Kuper, Präsident des Landtags.

Der Ring deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände übergibt das Friedenlicht bei Gottesdiensten und Übergabefeiern im ganzen Land – in diesem Jahr unter dem bundesweiten Motto „Ein Funke Mut“. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder kommen aus Siegen, Münster, Dortmund, Wuppertal, Bochum, Gelsenkirchen, Kaarst, Düsseldorf, Koblenz und Köln.

Der Ursprung des Lichtes liegt in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem, wo es jedes Jahr entzündet wird. Es gelangt über internationale Pfadfindernetzwerke in viele Länder Europas. Nachdem das Friedenslicht mit der Bahn aus Wien nach Deutschland gebracht worden ist, verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder es in mehr als 100 Städten im ganzen Bundesgebiet. Neben Übergabefeiern bringen viele Pfadfindergruppen das Licht in soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäuser und Altenheime.

Landtag NRW/Bernd Schälte

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

17.12.2025

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Präsident des Landtags übergibt Spende an Aktion Lichtblicke  

Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat heute der Schirmherrin der Aktion Lichtblicke, Katharina Wüst, eine Spende in Höhe von 3.333,33 Euro übergeben. Die Summe ist durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern und bei der Versteigerung von Gastgeschenken während der Parlamentsnacht im September zusammengekommen.

Der Verein Aktion Lichtblicke wurde 1998 von den 45 Lokalradios, RADIO NRW, den Caritasverbänden der fünf Bistümer in Nordrhein-Westfalen sowie der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gegründet. Die Aktion Lichtblicke unterstützt im ganzen Land Familien, die Schicksalsschläge erlitten haben oder materiell, finanziell und seelisch in Not geraten sind. Im Mittelpunkt der Hilfe stehen Kinder und Jugendliche.

„Ich danke den Gästen der Parlamentsnacht, dass sie großzügig gespendet haben. Wir geben die Spenden gerne weiter, um Menschen zu helfen, denen es nicht gut geht. Es ist unsere Pflicht, auch die leisen Stimmen der Gesellschaft zu hören und gerade Kinder und Jugendliche zu unterstützen – so wie es die Aktion Lichtblicke seit mehr als 27 Jahren macht. Die Parlamentsnacht steht damit für das, was die Demokratie im besten Sinne ausmacht: informieren, ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas erreichen“, sagte André Kuper, Präsident des Landtags.

Katharina Wüst, Schirmherrin der Aktion Lichtblicke: „Seit über 27 Jahren setzt sich die Aktion Lichtblicke für Kinder und ihre Familien in Nordrhein-Westfalen ein. Der große Erfolg beruht auf den vielen Spenderinnen und Spendern, die die Aktion Lichtblicke über Jahre hinweg mit großem Engagement begleiten. Der Landtag Nordrhein-Westfalen gehört zu diesen tatkräftigen Unterstützern. Ich freue mich, heute wieder einen großzügigen Spendenscheck entgegennehmen zu dürfen. Diese Summe trägt dazu bei, dass vielen Kindern und Jugendlichen in Not in Nordrhein-Westfalen ein Lichtblick geschenkt werden kann.“

Zur Parlamentsnacht am 26. September erlebten 6.000 Besucherinnen und Besucher den Landtag in besonderer abendlicher Atmosphäre mit einem Programm aus Informationen, Livemusik, Zauberkunst und Talks. Besonders beliebt war die Versteigerung von Gastgeschenken, die Staatsgäste dem Landtag vor längerer Zeit mitgebracht haben. Auch die fünf Fraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und AfD im Landtag präsentieren sich mit eigenen Programmen, unter anderem mit Ausstellungen, Musik und Fotoaktionen.

Landtag NRW/Bernd Schälte

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

 

02.12.2025

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Ehrenamtsmedaille des Landtags verliehen – Präsident André Kuper: „Das Ehrenamt ist der Herzschlag unserer Demokratie“

Sie begleiten, sie schützen, sie stärken: So vielfältig wie die Gesellschaft selbst sind die Menschen und Initiativen, die der Landtag Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr mit der Ehrenamtsmedaille 2025 ausgezeichnet hat. Bei einer Feierstunde im Parlament überreichte André Kuper, Präsident des Landtags, die Ehrenamtsmedaille an sieben Initiativen und Einzelpersonen. Sie alle stehen für Bereitschaft und Verantwortung, für andere einzustehen. Die Auszeichnung ist mit je 3.000 Euro dotiert. 

Gewürdigt werden jährlich Personen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise durch ehrenamtliche Arbeit für die Demokratie, die Belange ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger oder für das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

„Das Ehrenamt ist der Herzschlag unserer Demokratie. Die Menschen, die wir auszeichnen, leben Solidarität, Menschlichkeit und Verantwortung. Sie erkennen, wo Hilfe gebraucht wird und handeln. Ihr Einsatz zeigt, wie stark eine Gemeinschaft sein kann, wenn Menschen füreinander einstehen. Mit der Ehrenamtsmedaille würdigen wir die Projekte, aber auch die Haltung der Engagierten: Wir kümmern uns. Wir übernehmen Verantwortung. Wir gestalten Zukunft. Die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind die guten Seelen der Gesellschaft“, sagt André Kuper, Präsident des Landtags.

Der Jury gehören das Präsidium des Landtags mit Präsident André Kuper, Vizepräsidentin Berivan Aymaz, den Vizepräsidenten Rainer Schmeltzer und Christof Rasche sowie Sprecherinnen und Sprecher des Netzwerks bürgerschaftliches Engagement NRW an. Die Jury wählte die Trägerinnen und Träger der Ehrenamtsmedaille aus 104 Vorschlägen aus ganz Nordrhein-Westfalen aus.

Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen, aber auch Vorschläge aus der Mitte der Gesellschaft sind möglich. Das Preisgeld ist zweckgebunden und für die Förderung des prämierten Engagements und dessen Fortbestand einzusetzen.

Das sind die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger:

Café Kränzchen auf dem Osthofenfriedhof in Soest (vertreten durch Gründerin Martina Brennecke und Karin Schulze-Kump-Grade)

Das „Café Kränzchen“ schafft auf dem Osthofenfriedhof in Soest einen offenen Begegnungsort für Trauernde und Menschen aus der Nachbarschaft. Ehrenamtliche bieten Gespräche, Begleitung und einen geschützten Raum für Austausch an. Das Projekt baut soziale Isolation ab und zeigt, wie Friedhöfe als Orte des Miteinanders wirken können.

GIP Gewaltintervention und -Prävention Werl (vertreten durch Dr. Wolfgang Gossmann)

GIP Werl unterstützt Betroffene häuslicher und sexualisierter Gewalt. Der anerkannte Träger der freien Jugendhilfe führt seit 2000 Gewaltprävention in Kitas und Schulen durch – mit Projekten zu Mobbing, sexuellen Grenzverletzungen und sozialer Kompetenz. Die Arbeit wird überwiegend durch Spenden finanziert und ermöglicht kostenlose Angebote.

Bilitis Naujoks mit ProMensch Kamen & Bündnis #VielfaltverbindetKamen

Bilitis Naujoks prägt Kamens Zivilgesellschaft als Gründerin des Kamener Literaturcafés und Vorsitzende von ProMensch Kamen. Als Mitinitiatorin des Bündnisses „Vielfalt verbindet Kamen“ organisiert sie Bildungsformate, kreative Aktionen und Unterstützung für Opfer sozialer und rassistischer Gewalt. 

Ralf Heibrok mit „Glückstour“ aus Schloß Holte-Stukenbrock

Ralf Heibrok aus Schloß Holte-Stukenbrock initiierte 2006 zum ersten Mal die Glückstour, eine bundesweite Spendenradfahrt des Schornsteinfegerhandwerks für krebskranke Kinder und Kinderhospizarbeit. Mit über vier Millionen Euro Hilfsgeldern unterstützt die Tour Familien, Einrichtungen und Forschungsprojekte.

Initiative für Respekt und Toleranz Münsterland (vertreten durch Andrea Wommelsdorf und Burkhard Knöpker)

Die Initiative aus Münster und dem Münsterland entstand 2020 als Reaktion auf zunehmende Angriffe auf Einsatzkräfte. Mit der bundesweiten Wanderausstellung „Der Mensch dahinter“ und weiteren Projekten gibt sie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bahn- und Ordnungsdienstpersonal ein Gesicht und wirbt öffentlich für mehr Respekt.

Samson Grzybek mit Queermed Deutschland aus Köln

Queermed wurde 2021 von Samson Grzybek aus Köln gegründet und bietet ein bundesweites Verzeichnis für queerfreundliche, diskriminierungssensible Praxen (mehr als 900). Das ehrenamtliche Projekt hilft Betroffenen, passende und diskriminierungsfreie medizinische Versorgung zu finden, und sensibilisiert Behandelnde durch Materialien, Vorträge und Workshops.

Sören Werlemann aus Münster

Der 17-jährige Sören Werlemann engagiert sich für politische Bildung und die Beteiligung junger Menschen – von der Schülervertretung bis zum Jugendrat Münster. Er vertritt die Interessen von mehr als 50.000 Schülerinnen und Schülern und setzt erfolgreiche Projekte wie BMX-Parks oder Hygieneartikelspender um. Als Jugenddelegierter wirkt er inzwischen auch auf Landes-, Bundes- und UN-Ebene.  

Herausgeber: Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen