17.12.2025
FH Aachen
Altrektor Prof. Dr. Marcus Baumann erhält Bundesverdienstkreuz
Marcus Baumanns Verdienste annähernd vollständig aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Die FH Aachen hat ihrem ehemaligen Rektor und dem langjährigen Vorsitzenden der Landesrektor:innen Konferenz (LRK) unendlich viel zu verdanken. Die nachfolgenden Stichworte – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – mögen einen ungefähren Eindruck seines Engagements vermitteln: Leiter des Umweltamtes der Stadt Aachen, langjähriger Rektor und mehrfach wiedergewählter Vorsitzender der LRK, Baumanns Überzeugungsarbeit auf dem Weg zum Promotionskolleg NRW, ebenso zur Deutschen Transfergesellschaft, der innovative Studiengang Smart Building Engineering und nicht zuletzt die Vision des Brainergyparks Jülich. Unermüdlich warb Marcus Baumann für das Innovationspotenzial und das Umsetzungsvermögen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.
Leidenschaft, Durchsetzungskraft, Empathie, die Macht der Rede aus Überzeugung und eine schier unerschöpfliche Energie charakterisieren diesen Hochschulmanager. Sein leider inzwischen bereits verstorbener Nachfolger Prof. Dr. Bernd Pietschmann meinte seinerzeit: „Ich habe zuvor noch nie erlebt, wie sich jemand in dieser Weise für seine Ideale, die die Ideale einer Gesellschaft sein können (sollten) mit seinem Privatleben… zurückstellt. Das ist außergewöhnlich und bedarf einer besonderen Erwähnung – aus meiner Sicht einer besonderen Ehrung.“
Und am Freitag war es soweit. Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes, verlieh Prof. Dr. Marcus Baumann im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Die Ministerin erläuterte: „Als langjähriger Rektor und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften hat er sich sehr für die Weiterentwicklung der HAWs, die internationale Zusammenarbeit und nicht zuletzt seine Studierenden eingesetzt.“ Für Marcus Baumann war klar: „ich weiß natürlich, dass ohne die fantastische Unterstützung der Hochschule, der Dekan:innen, unzähliger Kolleginnen und Kollegen auf allen Ebenen der Hochschule diese Verleihung nicht möglich gewesen wäre.“ Dem ist nichts mehr hinzufügen.
12.12.2025
FH Aachen
FH-Professorin Andrea Upmann erhält den Landeslehrpreis
Gute Lehre braucht gute Lehrer:innen – und das wird ausgezeichnet: Für ihre Leistungen erhält Prof. Dr. Andrea Upmann den Landeslehrpreis in der Kategorie „Lehre junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“. Sie nahm die Auszeichnung gestern in Düsseldorf aus den Händen der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes, entgegen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die in Lehrprojekte fließen sollen.
Das Land Nordrhein-Westfalen vergibt die Auszeichnung zum vierten Mal. Damit sollen herausragende und innovative Leistungen in der Hochschullehre, die sich im Hinblick auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozesse ganz neuen Herausforderungen stellt, gewürdigt und öffentlich sichtbar gemacht werden. Auch die Bedeutung guter Lehre für ein erfolgreiches Studium soll unterstrichen werden. Gleichzeitig kann der Preis dazu beitragen, Lehrinnovationen zu fördern und zu verbreiten sowie Vorbilder für den wissenschaftlichen Nachwuchs bekannt zu machen.
Andrea Upmann ist Ingenieurin für Maschinenbau und Professorin am Fachbereich Aerospace und Automotive Engineering. Für ihre engagierte, interdisziplinäre und studierendenorientierte Lehre wurde sie bereits mehrfach mit Lehrprämien der FH Aachen ausgezeichnet. Ihre Lehrveranstaltungen verbinden Praxisnähe, Kooperation und Vielfalt. Sie legt großen Wert darauf, Studierende unterschiedlicher Hintergründe miteinander ins Gespräch zu bringen sowie Exkursionen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Die 42-Jährige engagiert sich als Gleichstellungsbeauftragte ihres Fachbereichs weit über die Lehre hinaus. Mit der Veranstaltungsreihe IngenieurINNENwelten macht sie Erfolge und Möglichkeiten von Frauen in der traditionell männlich geprägten Ingenieurwissenschaften sichtbar. Zudem beforscht sie in einem interdisziplinären Team Studienerfolg und Einflussfaktoren, um Maßnahmen zur Verbesserung der Studienerfolgschancen abzuleiten und umzusetzen.
Für die Preisträgerin ist Bildung eine Herzensangelegenheit: „Ich bin überzeugt, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern Leben verändert: Sie schafft Perspektiven, stärkt das Selbstvertrauen und öffnet Türen.“ In ihrer Lehre wolle sie das ermöglichen – mit praxisnahen Projekten, ehrlichem Feedback und einer Atmosphäre, in der jede Stimme zählt. „Auf dieser Basis wachsen fachliche Exzellenz, Mut zu Fragen und Wissen zu teilen sowie die Freude am gemeinsamen Entwickeln von Lösungen.“ Gerade in den Ingenieurwissenschaften sei es essenziell, dass die Studierenden neben den fachlichen Kompetenzen auch methodische, soziale und Selbstkompetenzen erlernen, betont sie.
Ministerin Ina Brandes betonte: „Die Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen gehört zur internationalen Spitze. Das verdanken wir in besonderem Maße den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, die ihren Beruf als Berufung leben. Mit großem Engagement und didaktischer Exzellenz führen sie junge Menschen zu einem erfolgreichen Studienabschluss.“ Dabei leisteten sie einen unschätzbaren Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und zur Qualifizierung der Fachkräfte, die der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort NRW brauche. Sie dankte allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihren leidenschaftlichen Einsatz.
11.12.2025
FH Aachen
CHE-Ranking: Top-Urteile der Studierenden für die E-Technik
Im aktuellen Ranking der Masterstudiengänge des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hat die FH Aachen mit dem Master Elektrotechnik des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik wie auch schon mit dem Bachelorstudiengang sehr gut abgeschnitten. Bei der Studierendenbefragung lag die FH in allen Kategorien deutlich über dem Mittelwert aller Hochschulen. Sowohl die allgemeine Studiensituation als auch die Betreuung durch Lehrende und die Praxisorientierung der Lehre erhielten 4,8 bzw. 4,9 von 5 Sternen. Keine Kategorie wurde schlechter als 4,5 bewertet.
Mit dem Hochschulranking bietet das CHE das nach eigenen Angaben umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen werden untersucht und über 150.000 Studierende befragt. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule.
Für Prof. Michael Bragard, Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik, sind gute Studienbedingungen beste Voraussetzungen, um das Fach Elektrotechnik populärer zu machen: „Es freut mich, dass junge Menschen auch mit einem berufsqualifizierenden Bachelor und häufig schon ersten konkreten Jobangeboten in der Tasche weiterhin hochmotiviert sind, sich an unserem Fachbereich weiter zu qualifizieren. Es zeigt, dass der Aufwand, den wir in unsere Masterstudiengänge investieren, gerechtfertigt ist.“ Schon in den Wahlmodulen des Bachelorstudiengangs, aber erst recht in den Vertiefungen des Masters profitieren Studierende von der Vielfalt des Fachs, mit dem sich von Elektromobilität und autonomem Fahren, über Gebäude- und Energiemanagement bis hin zu Recyclingverfahren viele drängende Probleme unserer Zeit ganz konkret angehen lassen. „Dafür brauchen wir jeden Ingenieur und jede Ingenieurin. Umso mehr freut es mich, dass wir diese in Aachen nicht nur gut ausbilden, sondern sie auch noch Freude an ihrem Studium haben.“
Der Masterstudiengang ist in Schwerpunkte untergliedert, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes und an innovativen und strategischen Zukunftsfeldern orientieren. Sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang können Studierende Wahlfächer auswählen und sich mit ihrer Wahl entweder individuell spezialisieren oder sich breiter aufstellen und vertieftes Fachwissen aus allen drei Schwerpunkten erlangen.
Das Ranking ist ab sofort auch unter www.heystudium.de/masterranking abrufbar. Jedes Fach wird im Dreijahresrhythmus neu bewertet.
10.12.2025
FH Aachen.
Ehrenplaketten: Die FH Aachen ehrt ihre besten Absolvent:innen
„Wir zeichnen ein tolles Zukunftsbild“, sagte Rektor Prof. Dr. Thomas Ritz bei der feierlichen Ehrenplakettenverleihung der FH Aachen im Krönungssaal des historischen Aachener Rathauses. Im Mittelpunkt dieses Zukunftsbilds stehen die Menschen, denen auch die Feier gewidmet war – 108 Absolvent:innen der FH Aachen, die für ihre Leistungen geehrt wurden.
Die ausgezeichneten Studierenden werden auch das Zukunftsbild der Aachener Region mitgestalten – eine Region, „in der wir uns wahnsinnig wohl fühlen“, so Thomas Ritz. In den Zukunftsbereichen KI, neue Energie, Mobilität und Raumfahrt sei der Aachen-Jülicher Raum sehr gut aufgestellt. Die 108 FH-Ehrenplakettenträger:innen stammen aus 13 Nationen; Diversität sei nicht nur Teil der gesellschaftlichen Verantwortung der Hochschule, sondern auch ein Baustein ihrer Leistungsfähigkeit, so der Rektor.
Der Dank von Thomas Ritz galt nicht zuletzt den Lehrenden, die die Studierenden betreut und auf dem Weg zu ihrem hervorragenden Abschluss begleitet haben: „Auch sie haben diese Auszeichnung verdient.“ Die FH könne selbstbewusst in die Zukunft schauen, auch dank erneut sehr guter Einschreibezahlen.
Dr. Ralf Otten, Bürgermeister der Stadt Aachen, betonte, die Absolvent:innen feierten im Krönungssaal den Höhepunkt ihres akademischen Weges. Für die Region gelte es, Brücken zu bauen zwischen Theorie und Anwendung, zwischen Tradition und Zukunft. Die FH Aachen verkörpere diese Haltung dank ihres Praxisbezugs, ihrer guten Kontakte zu regionalen Unternehmen und ihrer forschenden Neugier.
Aus den Händen von Thomas Ritz und den Dekanen der Fachbereiche nahmen die Absolvent:innen ihre Plaketten entgegen. Die Ehrung gilt den besten fünf Prozent eines Absolvent:innenjahrgangs. In den jeweiligen Fachbereichen wird darüber entschieden, wer eine Ehrung erhalten soll. Durch den Abend führte Robert Esser, musikalisch begleitet wurde die Feier von der FH-Jazz-Combo unter der Leitung von Boris Bansbach.
