19.12.2025
AGIT eröffnet ACAT – das neue Herz der Innovation in Aachen
Schlüsselübergabe für den neuen Ideenraum – gemeinsam mit dem ZBMT ein starkes Innovations-Duo
Aachen, 19. Dezember 2025 – Nach 486 Tagen Bauzeit zwischen Spatenstich am 21. August 2024 und der heutigen Schlüsselübergabe ist es so weit: Das AGIT Center for Advanced Technology (ACAT) öffnet seine Türen. Mit dem neuen Innovationszentrum auf dem Campus Melaten beginnt für die AGIT ein neues Kapitel – und für die Region Aachen ein weiterer Meilenstein in der Förderung von Innovation und Unternehmertum.
Das ACAT wird nicht nur der neue Firmensitz der AGIT, sondern bietet auf rund 5.800 Quadratmetern Bruttogeschossfläche (BGF) modernste Büro-, Co-Working- und Werkstattflächen für technologieorientierte Gründer:innen, Start-ups und KMU. Etwa 300 Arbeitsplätze werden entstehen.
Sieben Besprechungsräume auf fünf Etagen, eine für alle Mieter öffentlich zugängliche Dachterrasse und ein Bistro im Erdgeschoss machen das Gebäude zu einem lebendigen Ort der Begegnung und somit auch zu einer neuen Eventlocation auf dem Campus. Direkt nebenan befindet sich das Zentrum für Biomedizintechnik (ZBMT), das ebenfalls von der AGIT gemanagt wird und gemeinsam mit dem ACAT ein starkes Innovations-Duo mit mehr als 10.000 Quadratemetern BGF bildet.
„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir dieses Projekt in nur 16 Monaten Bauzeit realisieren konnten“, betont AGIT-Geschäftsführer Sven Pennings. „Mein besonderer Dank gilt dem Generalunternehmer Köster und allen Beteiligten. Gemeinsam haben wir nicht nur ein Gebäude geschaffen, sondern einen Ort für Ideen, Kooperationen und Zukunft.“ Die Bauphase war intensiv: 1.433 E-Mails landeten allein im Posteingang von Pennings, und die eingeführten Baukonferenzen behandelten insgesamt 176 Tagesordnungspunkte – laut Geschäftsführer ein eindrucksvoller Beleg für die Komplexität und Dynamik des Projekts.
Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das ACAT Maßstäbe: Fußbodenheizung zum Wärmen und Kühlen, eine PV-Anlage, extensive Dachbegrünung, ein PKW-Aufzug und Doppelparksystem sowie flexible Raumkonzepte sollen die angestrebte Gold-Zertifizierung der DGNB sicherstellen.
Das ACAT stärkt gezielt die regionale Wirtschaft, indem es unmittelbare Nähe zu exzellenter Wissenschaft mit unternehmerischem Potenzial verbindet. Die Lage auf dem Campus Melaten ermöglicht direkten Austausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen – ein klarer Standortvorteil für Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region.
So gibt es natürlich auch schon spannende Mieter, weiß Pennings zu berichten. InCirt ist einer dieser neuen Mieter im ACAT. Das junge Unternehmen bietet ultra-hochleistungsfähige und energieeffiziente Datenkonverter-Lösungen, die in Hochgeschwindigkeits-Funkkommunikationssystemen wie mmWave-5G und 6G, in Satelliten, Radar, VR/AR-Systemen und vielen weiteren Anwendungen eingesetzt werden können. Die Basis dieser Technologie wurde von den Gründern während ihrer Zeit an der RWTH Aachen entwickelt, dann erfolgte der Spin-off aus der Hochschule. InCirt steht damit exemplarisch für die Innovationskraft der Region und die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft. Neben InCirt haben bereits weitere technologieorientierte Unternehmen ihre Flächen im ACAT gesichert.
Gleichzeitig bleibt die AGIT offen für neue Anfragen: Gründer:innen, Start-ups und KMU, die Teil des dynamischen Campus-Ökosystems werden möchten, finden hier flexible Raumlösungen und ein inspirierendes Umfeld für Wachstum und Kooperation.
Die Geschäftsräume sind bezugsfertig – noch vor Weihnachten zieht die AGIT um
Noch vor Weihnachten zieht die AGIT in ihr neues Zuhause. „Dann packen wir die letzten Kisten und beziehen die modernen Räume im ACAT”, so Pennings. „Die Vorfreude ist groß, alle können es kaum erwarten, noch in diesem Jahr die neue Heimat der AGIT zu nutzen. Auch zwischen den Feiertagen werden wir fleißig arbeiten und das Gebäude mit Leben füllen.” So wird das ACAT nicht nur eröffnet, sondern direkt eingeweiht – ein perfekter Start in das neue Jahr.
Zusatzinformation: Zitate
Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen:
„Mit dem ACAT entsteht ein zentraler Ort, an dem Wissenschaft und Wirtschaft in Aachen noch enger verzahnt werden. Unsere Stadt beweist einmal mehr ihre Innovationskraft und ihre Fähigkeit, Zukunft aktiv zu gestalten – als Impulsgeber für die Region und weit über ihre Grenzen hinaus.“
Thomas Hissel, Beigeordneter der Stadt Aachen und Aufsichtsratsvorsitzender der AGIT:
„Das ACAT ist weit mehr als ein Gebäude – es ist ein strategischer Impulsgeber für wirtschaftliche Stärke und nachhaltiges Wachstum. Hier bündeln wir Innovationskraft, unternehmerische Dynamik und Kooperation, um Ideen in marktfähige Lösungen zu transformieren und den Standort als führendes Innovationszentrum zu positionieren. Daher freue ich mich besonders, dass es dem Team der AGIT und den beteiligten Unternehmen gelungen ist, den Neubau nicht nur im Kosten-, sondern auch im extrem knappen Zeitrahmen zu errichten. Damit zeigen wir, es muss nicht zwangsläufig immrt nur teuer oder später werden.“
Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier (stell. Aufsichtsratsvorsitzender AGIT):
„Das ACAT ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Von hier aus entfalten Innovationen ihre Wirkung in die gesamte StädteRegion – durch neue Technologien, qualifizierte Arbeitsplätze und eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, die nachhaltige Wertschöpfung schafft.“
Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen (stell. Aufsichtsratsvorsitzender AGIT):
„Mit dem ACAT entsteht ein Ort, an dem Unternehmergeist und Spitzenforschung nahtlos zusammenwirken. Dieses Zusammenspiel ist ein entscheidender Standortvorteil für unsere Wirtschaft und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region nachhaltig.“
Dr. Ralf Nolten, Landrat des Kreises Düren (stell. Aufsichtsratsvorsitzender AGIT):
„Mit dem ACAT setzen wir ein klares Zeichen für die Innovationskraft unserer Region. Für den Kreis Düren ist es entscheidend, dass aus Wissenschaft wirtschaftliche Stärke entsteht. Die Arbeit der AGIT und die ersten Schritte innovativer Start-ups aus dem Hochschulumfeld werden perspektivisch einen spürbaren Mehrwert für unseren Kreis schaffen.“
Manfred Manheller, Kreistagsmitglied (stell. Aufsichtsratsvorsitzender AGIT):
„Das ACAT verdeutlicht, wie entscheidend gemeinsames Investieren in Innovation für unsere Zukunft ist. Es ist ein Gewinn für die gesamte Region – von Aachen bis Euskirchen – und schafft Perspektiven für Unternehmen und Menschen gleichermaßen.“
Sven Pennings, Geschäftsführer der AGIT
„Das ACAT ist für uns mehr als ein Projekt – es ist das Ergebnis einer gemeinsamen Vision, die wir von den ersten Entwürfen bis zur finalen Umsetzung begleitet haben. Die zahlreichen Herausforderungen auf diesem Weg konnten nur durch die außergewöhnliche Zusammenarbeit eines genialen Teams gemeistert werden. Dass wir die Fertigstellung wie geplant zum 19.12.2025 erreicht haben, unterstreicht unseren Anspruch an Verlässlichkeit und Qualität. Dieses Gebäude steht für Mut, Innovationskraft und die Stärke unserer Kooperationen.“
Michael Hellenkamp, Bereichsleiter & Mitglied der Geschäftsleitung – Hochbau Rhein, Köster GmbH
„Das ACAT-Projekt beweist, was durch starke Kooperation möglich ist. Wir haben das komplexe Innovationszentrum nach nur 16 Monaten Bauzeit termingerecht übergeben. Entscheidend dafür war die außergewöhnliche Zusammenarbeit mit der AGIT. So konnten wir nicht nur den knappen Zeitplan einhalten, sondern auch eine nachhaltige und hohe Bauqualität sicherstellen, die durch die angestrebte DGNB-Gold-Zertifizierung unterstrichen wird. Ein echter Gewinn für die Technologieregion Aachen.“

02.12.2025
Agit
Grenzüberschreitende KMU-Initiative übertrifft alle Erwartungen
Neun neue Innovationsvorhaben mit 2,46 Mio. Euro Förderung starten
Aachen/Euregio – 02.12.2025. Die Innovationsoffensive STIPP – SME Transition Innovation Partner Projects setzt neue Maßstäbe in der grenzüberschreitenden Förderung von KMU-Zusammenarbeit. Nach erfolgreichem ersten Projektaufruf im Frühjahr 2025 konnte im zweiten Call nicht nur die Anzahl der beteiligten kleinen und mittleren Unternehmen deutlich gesteigert werden, auch die Größe der einzelnen Projektkonsortien und somit letztlich auch die bereitgestellte Fördersumme für die mittelständische Wirtschaft aus der hiesigen Grenzregion fielen dieses Mal bedeutend höher aus.
Im Rahmen des zweiten STIPP-Projektaufrufs waren Anfang Oktober zwölf Projektanträge von insgesamt 36 beteiligten Unternehmen aus der gesamten Euregio Maas-Rhein mit einem Gesamtbudget von ca. 6,3 Millionen Euro eingegangen. Nach intensiver Begutachtung durch ein unabhängiges trinationales Expertengremium aus Wirtschaft und Forschung konnte der programmbegleitende Lenkungssauschuss nunmehr insgesamt neun neue grenzüberschreitende Innovationsprojekte genehmigen, die bereits Anfang 2026 ihre Arbeit aufnehmen werden.
Folgende Bilanz zog die regionale Wirtschaftsförderung AGIT, die das Fördervorhaben gemeinsam mit Ihren euregionalen Partner:innen begleitet:
- 26 geförderte kleine und mittlere Unternehmen aus dem Programmgebiet der Euregio Maas-Rhein,
- ein Projektbudget der neuen grenzüberschreitenden Innovationsvorhaben von insgesamt 4,93 Millionen Euro,
- darunter eine Fördersumme in Höhe von 2,46 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
Starke Beteiligung aus der Region Aachen
Unter den erfolgreichen 26 Unternehmen stammen allein sieben von deutscher Seite, darunter sechs aus der Region Aachen: Auxsys GmbH, Innolite GmbH, ISATEC GmbH, TLK Energy GmbH (alle Aachen), Helix-Carbon GmbH (Würselen), sowie STORMS Schlüsselfertig GmbH, Erkelenz. Darüber hinaus war mit der MERGEN GmbH (Kreis Bitburg-Prüm) erstmals auch ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz vertreten.
„Dieses Ergebnis ist nicht nur ein weiterer Beleg für die Innovationskraft und die Kreativität unserer KMU und Start-ups in der Technologieregion Aachen,“ bilanziert AGIT-Geschäftsführer Sven Pennings. „Besonders freut mich, dass sich der lange Atem, den die AGIT in den letzten Jahrzehnten in der grenzüberschreitenden Innovationsförderung gezeigt hat, sich nunmehr vor allem für die Unternehmen nicht nur finanziell, sondern in Form vieler neuer Partnerschaften auszahlt.“
Multilaterale Kooperationen im Fokus
Während der erste Projektaufruf ausschließlich bilaterale grenzüberschreitende Konsortien hervorbrachte, konnten im zweiten Anlauf erstmals auch drei Konsortien mit Partnern aus vier Regionen sowie zwei Dreier-Partnerschaften gebildet werden. Hierbei gilt: Je mehr Partner bzw. Regionen in einem Projektkonsortium beteiligt sind, desto höher die Förderung. Ralf P. Meyer, Leiter des euregionalen Technologietransfers bei der AGIT, unterstreicht: „Das ist das Ziel von STIPP: Nicht allein Geld für innovative Projekte für KMU im Drei-Länder-Eck bereitzustellen, sondern nachhaltige, multilaterale Unternehmenspartnerschaften über Gren-zen hinweg aufzubauen, um die Euregio Maas-Rhein als gemeinsamen Wirtschaftsraum zu stärken.“
Nächster Förderaufruf am 1. Dezember gestartet
Die nächste Chance für regionale KMU, Scale- und Start-ups aus der Region Aachen ebenfalls im Rahmen von STIPP mitzumachen, ist mit dem dritten Call am 1. Dezember 2025 gestartet und läuft bis zum 31. März 2026. Kleine und mittlere Unternehmen aus der Euregio Maas-Rhein sind eingeladen, sich mit ihren innovativen Projektideen zu bewerben.
Die Förderinitiative STIPP läuft bis Ende 2029 und stellt insgesamt zehn Mio. Euro EFRE-Mittel bereit. Für jeden Euro Förderung ist ein Euro Eigenleistung von Seiten der mitwirkenden Unternehmen erforderlich. STIPP wird von der AGIT gemeinsam mit den Partner:innen LIOF, POM Limburg, VLAIO, Wallonie Entreprendre, NMWP Management GmbH sowie der INTERREG-Verwaltungsbehörde (EMR) durchgeführt.
